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Generationenwechsel

Unter den Stichworten Generationenwechsel und Generationenwandel werden in der Selbsthilfe verschiedene Herausforderungen diskutiert: Es geht um Mitgliedergewinnung, um Nachfolger für Leitungsaufgaben genauso wie um neue Mitarbeitende in Selbsthilfefkontaktstellen oder um die Verjüngung des Teams.

Debattiert werden in diesem Zusammenhang die Schwierigkeiten vieler Selbsthilfeverbände und Selbsthilfegruppen, neue Mitglieder zu gewinnen, oder die Probleme, geeignete Nachfolger für Leitungsaufgaben zu finden. Generationswechsel meint aber auch die Frage, wie jüngere Menschen für die Verbandsarbeit bzw. ein Engagement in Selbsthilfegruppen gewonnen werden, oder ob virtuelle Formen des Austausches untereinander auch als Selbsthilfe verstanden werden können.

In vielen Selbsthilfeorganisationen und -gruppen hat deswegen ein Diskussionsprozess über das eigene Selbstverständnis, die strategische Ausrichtung und das Betreten neuer Pfade begonnen. Auch die Selbsthilfeunterstützungseinrichtungen haben sich des Themas angenommen: Auf Tagungen, in Seminaren, Workshops und Projekten wird heftig darüber nachgedacht, wie der Generationswechsel mit all seinen unterschiedlichen Facetten sinnvoll begleitet und unterstützt werden kann.

Dabei geht es um mehr als nur eine gelungene Öffentlichkeitsarbeit zur Akkreditierung neuer Mitglieder. Vielmehr wird dabei immer häufiger auch die Frage gestellt, ob und wie sich die Selbsthilfe in Zukunft neu ausrichten kann oder soll, um in einer sich stark wandelnden Gesellschaft als Modell für solidarische Selbstorganisation und bürgerschaftliches Engagement weiterhin attraktiv zu bleiben.
Die Frage einer gelingenden Gestaltung eines Generationenwechsels in der Selbsthilfe ist nicht nur im Sinne einer ‚Personalentwicklung’ strategisch zu planen. Der Generationenwechsel muss auch geänderte Anforderungen, Arbeitsmittel und Inhalte berücksichtigen und für die Gestaltung der Zukunft der Selbsthilfebewegung aufbereiten.

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Kommentierte Literaturzusammenstellung
DAG SHG 2012

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Nachwuchsprobleme in der Selbsthilfebewegung?
Dr. Dieter Reithmeier und Christian Zottl (Angst-Hilfe München e.V.)
NAKOS INFO 115 | 2016

Generationenwandel in Selbsthilfekontaktstellen: Mut und Aufgeschlossenheit gehört dazu
Anneke Imhof und Inken Berger (Netzwerk Selbsthilfe Bremen-Nordniedersachsen e.V.)
NAKOS INFO 115 | 2016

Behutsamer Generationenwechsel durch Gewinnung von Angehörigen
Günter Kranz (Bundesverband Selbsthilfe Lungenkrebs e.V.)
NAKOS INFO 115 | 2016

Von der Anleitung zur Selbstverantwortung
Elternkreis drogengefährdeter und drogenabhängiger Jugendlicher Rostock
NAKOS INFO 115 | 2016

Ehrenamtliche Vorstände brauchen professionelle Unterstützung
Hans Rhese (Selbsthilfevereinigung)
NAKOS INFO 115 | 2016

Kleine Aufgaben übernehmen statt in große Fußtapfen treten
Enzia Selka (VulvaKarzinom-Selbsthilfegruppe e.V.)
NAKOS INFO 115  2016

Nachwuchs als Selbstverständnis
Reinhard Burkhardt (Selbsthilfegruppe Fulda)
NAKOS INFO 115 | 2016

Ich blicke optimistisch in die Zukunft und freue mich auf kommende Erfahrungen
Anja Buschmann (ZISS Rotenburg)
NAKOS INFO 115 | 2016

Junge Stotternde sind im "Flow"
Matthias Hämmer (Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V.)
NAKOS INFO 115 | 2016

Die Zukunft liegt im Nachwuchs
Werner Waldmann (Bundesverband Schlafapnoe und Schlafstörungen Deutschland e.V.)
NAKOS INFO 115 | 2016

Selbsthilfe ist keine Dienstleistung, sondern Gemeinschaftsarbeit
Ute Fischer (Borreliose und FSME Bund Deutschland e.V.)
NAKOS INFO 115 | 2016