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"Wo bleibt der Mensch?"

Gemeinschaftliche Selbsthilfe im Gesundheitswesen: Zwischen Betroffenenkompetenz und Anforderungen an Leistung und Qualität

39. Jahrestagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V.
21. bis 23. Juni 2017 in Konstanz

Im Mittelpunkt der dreitägigen Konferenz stand die Rolle der gemeinschaftlichen Selbsthilfe im Gesundheitswesen: zwischen Betroffenen­kompetenz und Professio­nalisierung, zwischen Autonomie, Leistungs­druck und Qualitäts­anforderungen. In diesem Kontext wurden verschiedene Frage­stellungen beleuchtet sowie erörtert, welche Aufgaben die professionelle Selbsthilfe­unterstützung in den über 300 örtlichen Selbsthilfe­kontaktstellen hierbei über­nehmen (können).

Mehr als 150 Fachkräfte der Selbsthilfeunterstützung und Selbsthilfeaktive aus ganz Deutschland nahmen an der Tagung teil. Schirmherr war der Baden-Württembergische Minister für Soziales und Integration, Manfred Lucha.

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Appell für Menschlichkeit
Artikel im Südkurier vom 22.06.2017

Wo bleibt der Mensch?

Artikel im Südkurier vom 13.06.2017

In Kürze finden Sie hier die Tagungsdokumentation.

Unser Gesundheitswesen ist geprägt von hochtechnisierten Diagnoseverfahren und spezialisierten Behandlungsmethoden; die medizinische Versorgung muss ökonomischen Anforderungen folgen und ihre Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein. Es bleibt immer weniger Zeit für das Miteinander, das Gespräch, das Zuhören und der Austausch über individuelle Anliegen. Wo bleibt der Mensch?

Bei der 39. Jahrestagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V. geht es um das Wesen und die Rolle der Selbsthilfe im Gesundheitswesen. In diesem Kontext werden verschiedene Fragestellungen beleuchtet und erörtert, welche Aufgaben die professionelle Selbsthilfeunterstützung in den über 300 örtlichen Selbsthilfekontaktstellen hierbei übernehmen.

In seinem Eröffnungsvortrag „Die Arzt-Patient-Beziehung im Widerstreit von Interessen“ wird Prof. Klemperer hierzu den Auftakt bilden. In den Arbeitsgruppen werden zahlreiche Facetten aufgegriffen. Dabei geht es um den Spagat zwischen Selbstbetroffenheit und Professionalisierung, um die Qualität der Arzt-Patient-Beziehung und sprechende Medizin, um die Passung des Selbsthilfebegriffs zu den Anforderungen ebenso wie die Unabhängigkeit der Selbsthilfe, die allein dem Wohl der Betroffenen verpflichtet ist und deren Wirken nicht von den Interessen anderer überlagert wird. Ursula Helms schließlich wird in ihrem Vortrag zentrale Fragestellungen für die Zukunft der Selbsthilfe in unserem Gesundheitswesen aus Sicht der NAKOS benennen und mit ihren Thesen den Einstieg machen für die abschließende Plenumsdiskussion.

Die Tagung wird in Zusammenarbeit mit der LAG KISS Baden-Württemberg / Selbsthilfekontaktstelle Konstanz durchgeführt und in den Räumen des Landratsamtes Konstanz stattfinden.

Für unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Fachkräfte der Selbsthilfeunterstützung, haben wir in ausgewählten Hotels Zimmerkontingente reserviert. Die Adressen können zur Anmeldung bei uns abgefragt werden. Selbstverständlich können Sie Ihre Übernachtung auch in einer anderen Unterkunft Ihrer Wahl organisieren.

Von Mensch zu Mensch
Selbsthilfe im Gesundheitswesen – menschlich, solidarisch, empathisch

Bundesweite Fachtagung für Fachkräfte der Selbsthilfeunterstützung

Berlin, 14. Juni 2017. Das Gesundheitswesen in Deutschland ist geprägt von hochtechnisierten Diagnoseverfahren und spezialisierten Behandlungsmethoden; die medizinische Versorgung muss ökonomischen Anforderungen folgen und ihre Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein. Es bleibt immer weniger Zeit für das Miteinander, das Gespräch, das Zuhören und den Austausch über individuelle Anliegen. Gemeinschaftliche Selbsthilfe füllt diese Lücke: Selbsthilfegruppen bieten Hilfe zur Selbsthilfe, von Betroffenen für Betroffene, von Mensch zu Mensch – niedrigschwellig, persönlich und kompetent aus eigener Erfahrung.

„Wo bleibt der Mensch?“ lautet das Motto der 39. Jahrestagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V. (DAG SHG), die am 21. Juni In Konstanz eröffnet wird. Im Mittelpunkt steht die Rolle der gemeinschaftlichen Selbsthilfe im Gesundheitswesen: zwischen Betroffenenkompetenz und Professionalisierung, zwischen Autonomie, Leistungsdruck und Qualitätsanforderungen. Erwartet werden mehr als 150 Akteure, Fachkräfte und Multiplikatoren aus ganz Deutschland. Schirmherr der dreitägigen Konferenz ist der Baden-Württembergische Minister für Soziales und Integration, Manfred Lucha.

Die gesundheitliche Selbsthilfe hat sich in Deutschland zu einer wichtigen Säule im Gesundheitswesen entwickelt. Sie wird anerkannt, gefördert und auch eingebunden in Fragen der gesundheitlichen Versorgung. Selbsthilfe steht für die Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen.

Doch mit der Anerkennung als Partner in der medizinischen Versorgung ergeben sich Herausforderungen: Selbsthilfegruppen geraten unter Leistungsdruck und müssen sich Qualitätsanforderungen stellen. Es wird die Fahne der „qualitätsgesicherten Selbsthilfe“ geschwungen, es werden Wettbewerbe ausgerichtet und Imagekampagnen gestartet. Immer mehr Betroffene „konsumieren“ Selbsthilfeangebote, wollen sich aber nicht in der Selbsthilfe engagieren. Zudem dreht sich in der Selbsthilfe selbst vieles um Geld, um die Frage, wie Selbsthilfeaktivitäten finanziert, wie Selbsthilfe gar bezahlt werden kann.

Bei der Fachtagung der Selbsthilfeunterstützung werden diese Herausforderungen beleuchtet und zugleich erörtert, welche Aufgaben die professionelle Selbsthilfeunterstützung in den über 300 örtlichen Selbsthilfekontaktstellen hierbei übernehmen können. Dabei geht es um den Spagat zwischen Selbstbetroffenheit und Professionalisierung, um die Qualität der Arzt-Patient-Beziehung und sprechende Medizin, um die Passung des Selbsthilfebegriffs zu den Anforderungen ebenso wie die Unabhängigkeit der Selbsthilfe, die allein dem Wohl der Betroffenen verpflichtet ist und deren Wirken nicht von den Interessen anderer überlagert wird.

Den Impulsvortrag wird der Professor für Sozialmedizin und Public Health an der Technischen Hochschule Regensburg, Prof. Dr. med. Klemperer, zum Thema „Die Arzt-Patient-Beziehung im Widerstreit von Interessen“ halten. Zukunftsfragen der Selbsthilfe in unserem Gesundheitswesen wird die Geschäftsführerin der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS), Ursula Helms, in ihrem Abschlussvortrag benennen.

Die Tagung im Landratsamt Konstanz wird in Zusammenarbeit mit der Selbsthilfekontaktstelle Landkreis Konstanz durchgeführt.

Pressegespräch in der Tagungsstätte:
Mittwoch, 21.06.2017, 12.00 Uhr

Tagungsstätte:
im Landratsamt Konstanz
Benediktinerplatz 1, 78467 Konstanz
Tel. 075 31 / 800 17 82
E-Mail: info@selbsthilfe-kommit.de
Internet: selbsthilfe-kommit.de

Gesprächspartner: Jutta Hundertmark-Mayser (NAKOS), Angelika Vahnenbruck (Vorstand DAG SHG), Johannes Fuchs (Selbsthilfekontaktstelle Landkreis Konstanz)

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Jahrestagung 2017: Presseinformation
Von Mensch zu Mensch
Selbsthilfe im Gesundheitswesen – menschlich, solidarisch, empathisch

Jahrestagung 2017: Presseeinladung
Pressegespräch in der Tagungsstätte: Mittwoch, 21. Juni 2017, 12 Uhr

Die Tagung findet im Landratsamt Landkreis Konstanz, Benediktiner Platz 1, 78467 Konstanz statt.

Selbsthilfekontaktstelle Landkreis Konstanz
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