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24.11.2017

Das Ruhrgebiet wird als Sonderregion in der Bedarfsplanung teilweise abgeschafft

Patientenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss begrüßt die Aufhebung der sogenannten "Sonderregion Ruhrgebiet", sieht aber weiteren Änderungsbedarf

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner Sitzung am 17.11.2017 beschlossen, dass im hausärztlichen Versorgungsbereich die bundesweit geltenden Verhältniszahlen ab 2018 auch für das Ruhrgebiet eingeführt werden. Die Patientenvertretung im G-BA begrüßt die Aufhebung der sogenannten "Sonderregion Ruhrgebiet" für die Bereiche der hausärztlichen und spezialisierten fachärztlichen Versorgung.

Gleichzeitig kritisieren die Patientenvertreter jedoch, dass im Bereich der allgemein versorgenden Fachärzte (u.a. Orthopäd/innen, Augenärzt/innen, Frauenärzt/innen, Hautärzt/innen, Psychotherapeut/innen) das Ruhrgebiet zwar zukünftig nicht mehr als "Sonderregion" bezeichnet werde, aber die Verhältniszahlen nur bei der psychotherapeutischen Versorgung angepasst wurden. So würde für viele Arztgruppen im Ruhrgebiet weiter von einem geringeren Arztbedarf als in anderen städtischen Regionen ausgegangen. Ursula Faubel, Sprecherin der Patientenvertretung im Unterausschuss Bedarfsplanung, stellt fest: "Der G-BA hat bei diesen wichtigen Arztgruppen nur den Namen der Planungsregion geändert in „polyzentrischer Verflechtungsraum“. Das klingt zwar besser als „Sonderregion Ruhrgebiet“, führt aber nicht zu der notwendigen Verbesserung der Versorgung in diesem Bereich. Der G-BA betreibt in diesem Punkt pure Augenwischerei." Mit dem jetzt getroffenen Beschluss schreibe der G-BA die Schlechterstellung des Ruhrgebiets in der allgemeinen fachärztlichen Versorgung fort.

Die Pressemitteilung der Patientenvertretung im Wortlaut