Seite drucken Sie befinden sich hier:  HOME  /  Aktuelles  /  Nachrichten
17.11.2017

Weniger Zuzahlung für Zahnersatz

Patientenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss begrüßt Beschluss zur Anhebung der Festzuschüsse für Zahnersatz

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat beschlossen, die Festzuschüsse, die die Krankenkassen für Zahnersatz leisten, auf annähernd 50 Prozent anzuheben. Somit decken die Festzuschüsse wieder den gesetzlich vorgesehenen Anteil der Kosten für Regelleistungen ab. "Jahrelang haben die Patientinnen und Patienten die Abweichungen von den realen Kosten alleine getragen", so Gregor Bornes, Sprecher der Patientenvertretung im Unterausschuss Zahnärztliche Beahndlung und der Bundesarbeitsgemeinschaft PatientInnenstellen. "Dieser Erfolg wurde aber mit einem Zugeständnis erkauft, das uns womöglich noch Probleme bereitet: dem Abschlag in Höhe von 2,5 Prozent für vermutete Unwirtschaftlichkeit der Zahntechniker." Dieser Abschlag würde von den Patientinnen und Patienten gezahlt, die somit das Risiko alleine tragen würden. Die Patientenvertretung im G-BA fordert daher die Politik zu grundsätzlichen Änderungen auf.

Der Festzuschuss beträgt laut Gesetz 50 Prozent der durchschnittlichen Kosten der Regelleistung, nicht der individuellen Zahnersatzrechnung. Er setzt sich aus den Preisen für die einzelnen Leistungen und den Häufigkeiten dieser zusammen. Vor allem die Häufigkeiten waren zuletzt 2004 angepasst worden und entsprachen nicht mehr der Realität. Daher hatte die Patientenvertretung die Aktualisierung bereits 2008 angestoßen.

Die Pressemitteilung der Patientenvertretung im G-BA im Wortlaut