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19.10.2017

Patientenvertretung kritisiert Entscheidung des GB-A zur Vorbeugung von Zahnerkrankungen

Bedürfnisse von Menschen mit Pflegebedarf oder Behinderung nicht angemessen berücksichtigt

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner Plenumssitzung am 19. Oktober Maßnahmen zur Verhütung von Zahnerkrankungen für Menschen mit Pflegebedarf und/oder Behinderung beschlossen. Dabei seien jedoch lediglich die Mindestvorgaben des Gesetzgebers umgesetzt worden, kritisierte die Patientenvertretung im G-BA. Die Forderungen der Patientenvertretung nach bedarfsgerechter Zahnreinigung und Information der Versicherten hätten nicht durchgesetzt werden können.

An Menschen, die wegen geistiger oder körperlicher Einschränkungen kaum zur selbstständigen Reinigung ihrer Zähne in der Lage sind, werde gespart, so die Patientenvertretung. Sie hatte in Übereinstimmung mit zahnmedizinischen Fachgesellschaften gefordert, diesen Menschen bei zahnmedizinischem Bedarf bis zu vier Mal im Jahr eine umfassende Reinigung zukommen zu lassen. Ihnen sei vom G-BA nun jedoch lediglich ein zweimaliges Entfernen des Zahnsteines zugebilligt worden: "Damit werden die gesetzlichen Minimalforderungen gerade erfüllt - aus Kostengründen." Auch der Forderung der Patientenvertretung nach einer den Fähigkeiten der Anspruchsberechtigten angepassten Information zu den neuen Versorgungsmöglichkeiten wurde nicht entsprochen.

Quelle: Patientenvertretung im G-BA, Pressemitteilung vom 19.10.2017