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15.09.2016

Patientenvertretung begrüßt Beanstandung der Psychotherapie-Richtlinie

Bundesministerium für Gesundheit verfügt Änderungen der Strukturreform

Die Patientenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat die Beanstandungen des Bundesgesundheitsministeriums zur geplanten Strukturreform der ambulanten Psychotherapie-Richtlinie begrüßt. Das Bundesgesundheitsministerium greife dabei wesentliche Forderungen der Patientenvertretung auf, teilte das Gremium am 15. September 2016 mit. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) müsse nun eine revidierte Fassung vorlegen und die Interessen der Versicherten stärker mit einbeziehen.

So müsse unter anderem jeder Versicherte Zugang zu dem neu geschaffenen Angebot einer psychotherapeutischen Sprechstunde erhalten, hieß es. Zudem verlange das Bundesgesundheitsministerium eine Einwilligung der Versicherten für die Anzeige einer Akutbehandlung an die Krankenkasse durch den Therapeuten/die Therapeutin. Gekippt worden sei auch die Altersbegrenzung für Gutachter auf das 55. Lebensjahr. Aus Sicht der Patientenvertretung handele es sich dabei um eine verbotene Diskriminierung.

Für die Änderung der Richtlinie wurde dem G-BA eine Frist bis zum 31. November 2016 gesetzt. Damit stehe zwar nicht viel Zeit zur Verfügung, so die Patientenvertretung. Es reiche jedoch, um berechtigten Anliegen der Versicherten Rechnung zu tragen.

Quelle: Patientenvertretung im G-BA, Pressemitteilung vom 15.09.2016