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20.09.2018

Studie zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen: zweiter Zwischenbericht veröffentlicht

Auswertung der Daten von rund 22.000 Befragten soll bis 2021 abgeschlossen sein

Im Rahmen der 2017 gestarteten "Repräsentativbefragung zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen" ist der zweite Zwischenbericht erschienen. Er legt die Inhalte des entwickelten Fragebogens dar, erläutert dessen zentrale Konstruktionsprinzipien einschließlich der Befunde kognitiver Pretests und stellt den Sachstand der für die Erhebung notwendige Einwohnermeldestichprobe vor. Die Befragungen selbst sollen demnächst starten.

In der auf fünf Jahre angelegten Untersuchung im Auftrag des Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) sollen alle wichtigen Lebensbereiche von Menschen mit Behinderung daraufhin untersucht werden, inwiefern Teilhabe gelingt und wo Deutschland auf dem Weg in eine inklusive Gesellschaft steht. Es handelt sich um die erste bundesweit repräsentative Erhebung zu den Lebensumständen von Menschen mit Behinderung gemäß Artikel 31 "Statistik und Datensammlung". Die Ergebnisse sollen Grundlage für politische Konzepte zur Umsetzung der UN- Behindertenrechtskonvention sein.

Im Rahmen der Studie sollen in den nächsten Jahren etwa 22.000 Menschen mit einer Beeinträchtigung befragt, davon 16.000 Menschen  in Privathaushalten und 5.000 Menschen mit Behinderungen, die in Einrichtungen leben. Die Ergebnisse werden einer Kontrollgruppe von 5.000 Menschen ohne Behinderungen gegenübergestellt. Das Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas) in Bonn wurde mit der Durchführung der Befragung beauftragt. Ein wissenschaftlicher Beirat wird das Vorhaben begleiten. Im Jahr 2021 soll die Auswertung der erhobenen Daten abgeschlossen sein.

Nach Artikel 31 der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) sind die Vertragsstaaten verpflichtet, geeignete Informationen, einschließlich statistischer Angaben und Forschungsdaten, zu sammeln, die ermöglichen, politische Konzepte zur Durchführung der UN-BRK auszuarbeiten und umzusetzen.

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)