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10.03.2017

Contergangeschädigte Menschen erhalten verbesserte Leistungen

Novellierung des Conterganstiftungsgesetzes in Kraft getreten

Mit dem Vierten Gesetz zur Änderung des Conterganstiftungsgesetzes, das Ende Februar rückwirkend zum 1.1.2017 in Kraft getreten ist, erhalten Menschen, die durch das Medikament Contergan geschädigt wurden, nun bessere Leistungen für spezifische Bedarfe. Wie das Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 10. März 2017 mitteilte, wurde nur wenige Tage nach der Verkündung des Gesetzes bereits mit den Auszahlungen begonnen. Spezifische Bedarfe sind zum Beispiel Rehabilitationsleistungen, Heilmittel etwa zur Aufrechterhaltung der Beweglichkeit und zur Linderung von Schmerzen oder Hilfsmittel wie Mobilitätshilfen.

Jede und jeder Betroffene bekommt künftig einen jährlichen Sockelbetrag von 4.800 Euro sowie zusätzliche Leistungen entsprechend der Schwere der Schädigung. Damit werden die Leistungen für spezifische Bedarfe pauschal und ohne Antrag gezahlt. Dadurch verringert sich auch der Aufwand für die Auszahlung deutlich. Der Abbau von Bürokratie führe zudem dazu, dass die zuständige Conterganstiftung für behinderte Menschen nun stärker als Servicestelle und Dienstleister für die Betroffenen ausgebaut werden könne, so das Bundesministerium.

Die Conterganstiftung gewährt Leistungen an rund 2.700 Betroffene weltweit. Dazu gehören           Kapitalentschädigung, Conterganrenten von derzeit bis zu 7480 € im Monat sowie seit 2013 neue Leistungen für spezifische Bedarfe durch das Dritte Änderungsgesetz zum Conterganstiftungsgesetz. Für die spezifischen Bedarfe stehen 30 Millionen Euro im Jahr zur Verfügung.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugen, Pressemitteilung vom 10.03.2017