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13.01.2017

Deutsche Krebshilfe: Patientenvertretung muss unabhängig sein

Positionspapier zu Einflussversuchen der Pharmaindustrie veröffentlicht

Die Stiftung Deutsche Krebshilfe hat ein Positionspapier veröffentlicht, in dem sie eine starke und unabhängige Vertretung der Interessenen von Patientinnen und Patienten in gesundheitspolitschen Prozessen fordert. Es müsse sichergestellt sein, dass die einbezogenen Patientenorganisationen neutral und (finanziell) unabhängig sind und ihre Arbeit nicht von den Interessen der Pharmaindustrie berührt oder beeinflusst wird. Zudem müsse die unabhängige Vertretung der Interessen von Patientinnen und Patienten im Sinne einer "hochwertigen, bezahlbaren und nutzbringenden Arzneimittelversorgung" auf allen Ebenen der Patientenbeteiligung innerhalb des Gesundheitssystems oberste Priorität haben.

Hintergrund der Stellungnahme ist die Beobachtung, dass Pharmaunternehmen offenbar zunehmend eine stärkere Einbeziehung von Patienteninteressen in Fragen der Arzneimittelforschung und -versorgung anstreben. Aktuelle politische Vorhaben wie zum Beispiel das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) scheinen diese gewünschte Nähe zwischen Wirtschaftsunternehmen nud Patientenvertretungen zu befördern.

Quelle: Deutsche Krebshilfe

Zum Download: Positionspapier "Interessen der Patientinnen und Patienten unabhängig vertreten"