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09.11.2016

In-Gang-Setzer: Schon 712 Selbsthilfegruppen unterstützt

35 Kontaktstellen beteiligen sich aktuell an dem Projekt

Seit Beginn des Projekts "In-Gang-Setzer" im Jahr 2008 wurden bereits mehr als 700 Gruppen zu rund 170 Themen von ehrenamtlichen Begleiter/innen unterstützt. Nach Angaben des Paritätischen Nordrhein-Westfalen als Projektträger haben dabei Gruppen zu psychischen Themen den größten Anteil ausgemacht. Auffällig sei auch der überproportional hohe Anteil von Gruppen zu sozialen Themen. Zudem habe sich gezeigt, dass Angehörigengruppen offenbar leichter mit Hilfe durch In-Gang-Setzer zustande kommen als ohne diese Hilfe.

In-Gang-Setzer sind ehrenamtliche Mitarbeiter/innen von örtlichen Selbsthilfekontaktstellen, die eine Selbsthilfegruppe vorrangig in der Startphase zeitlich begrenzt begleiten. Zu den Anliegen und Themen der Gruppe bringen sie sich nicht ein, ihre Aufgabe ist es ausschließlich, den Mitgliedern der (noch unerfahrenen)
Gruppe dabei zu helfen, zueinander zu finden.

Den Angaben zufolge sind aktuell 35 Kontaktstellen in ganz Deutschland an dem Projekt beteiligt, 2015 waren 25 In-Gang-Setzer als vorübergehende Begleiter für Selbsthilfegruppen eingesetzt. Die anderen Kontaktstellen befinden sich entweder noch in der Startphase oder hatten gerade keine Gruppen mit Unterstützungsbedarf. Das Konzept ist bislang im Norden weiterverbreitet als im Süden. In Bayern, Baden-Württemberg und Hessen sind je eine Kontaktstelle beteiligt, während sich die anderen 32 Kontaktstellen auf NRW, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein verteilen.

Eine oft diskutierte Frage ist die nach der Eigenständigkeit der in Gang gesetzten Gruppen. Wie gut erfüllen die In-Gang-Setzer ihre Rolle als vorübergehende Starthelfer und Impulsgeber? Lösen sie sich rechtzeitig aus der Gruppe, damit keine Abhängigkeiten entstehen. Ein Vergleich der In-Gang-Setzungen im Zeitraum 2008 – 2014 und 2015 zeigt, dass die Dauer der Begleitung identisch ist. Im Schnitt werden die Gruppen bei 3,7 Treffen begleitet, bis sich der In-Gang-Setzer verabschiedet und die Gruppe selbständig weitergeht.

Quelle: Der PARITÄTISCHE Nordrhein-Westfalen