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24.06.2016

74 Millionen für gesundheitliche Selbsthilfe

Bundesregierung antwortet auf Kleine Anfrage zur Selbsthilfe in Deutschland

Für die Förderung der gesundheitlichen Selbsthilfe stehen 2016 rund 74 Millionen Euro zur Verfügung. Das geht aus einer Antwort (18/8810) der Bundesre­gierung auf eine Kleine Anfrage (18/8605) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor, die am 23. Juni veröffentlicht wurde. Die Förderung der gesundheitlichen Selbsthilfegruppen, -­organisationen und -kontakt­stellen sei im internationalen Vergleich beispiellos, heißt es darin. Im 2015 verabschiedeten Präventionsgesetz war festgelegt worden, die Ausgaben der Krankenkassen und ihrer Verbände zur Förderung der Selbsthilfe ab 2016 je Versicherten auf 1,05 Euro zu erhöhen.

Die Bundesregierung stützt sich in ihren Antworten zu insgesamt 42 Fragen vor allem auf Zahlen aus dem letzten Gesundheitsbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) sowie von der NAKOS und den Krankenkassen. Zudem werden Ergebnisse aus dem bundesweiten Forschungsprojekt "Gesundheitsbezogene Selbsthilfe in Deutschland – Entwicklungen, Wirkungen, Perspektiven (SHILD)" zitiert. Dabei wird von derzeit 70.000 bis 100.000 Selbsthilfegruppen mit rund drei Millionen Teilnehmern sowie von 296 Selbsthilfekontakt­stellen und -unterstützungsstellen mit zusätzlich 46 Außenstellen in Deutschland ausgegangen.

Die Größe der Selbsthilfegruppen und -organisationen ist nach Angaben der Regierung sehr unterschiedlich. So hätten in Hamburg die Selbsthilfegruppen zwischen 4 und 790 Mitglieder. Dachverbände oder bundesweite Selbsthilfeorganisationen kämen auf bis zu rund 50.000 Mitglieder. Nur gut ein Viertel der lokalen Selbsthilfegruppen bekommt den Angaben zufolge Zuwendungen von privaten Spendern oder Stiftungen. Bei den regionalen oder landes- und bundesweiten Zusammenschlüssen dagegen erhalten drei von vier Selbsthilfeorganisationen Mittel von privaten Spendern oder Stiftungen.

Quellen: Deutscher Bundestag, Pressemitteilung vom 23.06.2016

Antwort (18/8810) der Bundesre­gierung auf eine Kleine Anfrage (18/8605) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen