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01.03.2016

Nationale Präventionskonferenz verabschiedet erste Rahmenempfehlungen

Neues Gremium hat sich im Oktober 2015 konstituiert

Die von gesetzlicher Kranken-, Unfall-, Renten- und Pflegeversicherung getragene "Nationale Präventionskonferenz" (NPK) hat Ende Februar 2016 erstmals bundeseinheitliche Rahmenempfehlungen zu Prävention und Gesundheitsförderung in Lebenswelten verabschiedet. Als gemeinsame Ziele sind darin "gesund aufwachsen", "gesund leben und arbeiten" sowie "gesund im Alter" definiert. Durch die Orientierung am Lebenslauf soll gewährleistet werden, dass mit lebensweltbezogener Prävention grundsätzlich alle Menschen erreicht werden.

An der Entwicklung der Bundesrahmenempfehlungen mitgewirkt haben neben den vier Sozialversicherungsträgern auch Vertreterinnen und Vertreter von Bundes- und Landesministerien, kommunalen Spitzenverbänden, der Bundesagentur für Arbeit, Sozialpartnern, Patientinnen und Patienten sowie der Bundesvereinigung für Prävention und Gesundheitsförderung. Zusätzlich zu den Zielen und Zielgruppen beschreiben die Empfehlungen auch konkrete Handlungsfelder und das Leistungsspektrum. Ebenfalls enthalten sind die Beiträge, die die Sozialversicherungsträger dazu leisten können, und die weiteren einzubeziehenden Organisationen.

Die Nationale Präventionskonferenz hatte sich im Oktober 2015 im Zuge der Verabschiedung des Präventionsgesetzes konstituiert. Das Gremium hat die Aufgabe, eine nationale Präventionsstrategie mit gemeinsamen Zielen, Handlungsfeldern, zu beteiligenden Organisationen und Einrichtungen sowie Dokumentations- und Berichtspflichten zu erarbeiten und laufend fortzuschreiben. Zudem soll im Abstand von vier Jahren (erstmals 2019) ein trägerübergreifender Präventionsbericht vorgelegt werden, der die Öffentlichkeit und die politischen Entscheidungsträger über den Stand von Prävention und Gesundheitsförderung in Deutschland informiert sowie Empfehlungen zur Weiterentwicklung dieser Bereiche abgibt.

Quellen Bundesministerium für Gesundheit, Mitteilung vom 29.02.2016 | GKV-Spitzenverband, Mitteilung vom 19.02.2016

Bundesrahmenempfehlungen zum Download: www.bmg.bund.de