Seite drucken Sie befinden sich hier:  HOME  /  Aktuelles  /  Nachrichten
02.09.2015

Diskriminierung in Deutschland sichtbar machen

Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat Umfrage gestartet

Wegen Ihrer Behinderung oder Ihres Alters werden Sie nicht zu Vorstellungsgesprächen eingeladen, obwohl Sie hervorragend qualifiziert sind? Sie werden gemobbt, weil Sie lesbisch oder schwul sind? Ihr Kind bekommt wegen seiner Migrationsgeschichte trotz guter Noten keine Gymnasialempfehlung? Bei der Wohnungssuche gehen Sie leer aus, weil Sie ein Kopftuch tragen?

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat am 1. September eine Umfrage zum Thema „Diskriminierung in Deutschland“ gestartet. Bis 30. November können selbst erlebte oder beobachtete Diskriminierungserfahrungen eingereichnt werden. Mitmachen können alle in Deutschland lebenden Menschen ab 14 Jahren. Dabei interessieren alle Lebensbereiche: vom Kindergarten, über Schule und Hochschule, bis zum Beruf; vom Wohnen über Versicherungs- und Bankgeschäfte bis zum Freizeitbereich.

Die Umfrage wird gemeinsam mit dem Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung durchgeführt und soll Diskriminierungen sichtbar machen. Mit den Ergebnissen sollen konkrete Handlungsempfehlungen entwickelt werden, wie Diskriminierungen künftig verhindert werden können. Erste Ergebnisse werden im Frühjahr 2016 veröffentlicht.

Diskriminierungen wegen des jungen oder alten Lebensalters, einer Behinderung oder chronischen Krankheit, aus rassistischen Gründen oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts (Männer, Frauen, Trans* und intergeschlechtliche Menschen), der Religion oder Weltanschauung sowie der sexuellen Identität sind nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verboten.

Weitere Informationen: www.antidiskriminierungsstelle.de