Seite drucken Sie befinden sich hier:  HOME  /  Aktuelles  /  Nachrichten
18.11.2016

Patientenrechte: Kassen klären nicht genug auf

Studie über Patientenrechtegesetz veröffentlicht

Viele Bürgerinnen und Bürger fühlen sich als Patienten von ihren Ärzten gut informiert. Dagegen informieren die Krankenkassen ihre Versicherten offenbar nicht immer ausreichend über ihre Rechte und Pflichten. Das zeigt eine Studie des IGES-Instituts zu den Wirkungen des Patientenrechtegesetzes, die der Patientenbeauftragte der Bundesregierung in Auftrag gegeben hatte.

Der Studie zufolge kennt die überwiegende Mehrheit der Befragten das Recht, die eigene Patientenakte vollständig einzusehen. Überwiegend bekannt ist auch, dass Ärzte ausführlich über Diagnosen und Therapiemöglichkeiten informieren müssen. Mit der Aufklärung vor einer Operation sind neun von zehn Befragten zufrieden. Dagegen wissen nur 39 Prozent der Befragten Bescheid über die gesetzlichen Fristen, innerhalb derer die Krankenkassen Leistungsanträge bearbeiten müssten. Nur knapp der Hälfte ist bekannt,  dass bei einem Verdacht auf einen Behandlungsfehler eine Unterstützung durch die Krankenkassen gesetzlich vorgeschrieben sei.

Aus den genannten Hemmnissen leiten die Verfasser Handlungsbedarf vor allem in den folgenden Bereichen ab: Verbesserung der Information und des Kenntnisstands der Versicherten und Patienten bezüglich ihrer Rechte, stärkere Wahrnehmung der Pflichten der Krankenkassen sowie Verbesserung der Arzt-Patienten-Kommunikation.

Weitere Informationen: www.patientenbeauftragter.de/patientenrechtegesetz